Photogravure Camera Book Pictorialist of Native American Art Culture and Walter Cronkite
Platinotype Archival Contact print Gravure of Night for Day and Richard Dean Anderson

Photogravure Camera Book Pictorialist of Native American Art Culture and Walter Cronkite


Als ich vor zehn Jahren meine bisherige Karriere aufgrund einer Verletzung beenden mußte, wandte ich meine volle Aufmerksamkeit der Photographie zu. Ernüchtert mußte ich feststellen, daß viele meiner früheren Werke, die ich vor 25 Jahren geschaffen hatte, bereits Anzeichen der Verschlechterung aufwiesen. Ich wollte meine Zeit nicht damit vergeuden, in einer photographischen Kunstform zu arbeiten, deren Materialien selbst die Ursache der Selbstzerstörung eines Drucks waren. Bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist weithin bekannt und dokumentiert, daß silberbasierte Verfahren Mängel bezüglich ihrer Langlebigkeit besitzen.

In Tucson lebend, hatte ich das große Glück, die weltbekannten Informationsquellen des Centers for Creative Photography an der University of Arizona nutzen zu können. Dort recherchierte ich nach Möglichkeiten, dauerhafte Bilder zu erschaffen. Da gab es die Cyanotypie, einen Eisen-Prozeß ; den Carbondruck mittels Graphit; und den Platindruck, der Platinmetalle verwendete. Beispiele zu den einzelnen Verfahren betrachtend, fühlte ich mich zum Platindruck mit seiner warmen Tonwertskala und den gestochen scharfen Abbildungen hingezogen. Diese Detailschärfe resultiert aus der Belichtung mit einem gleichgroßen Negativ, während der Ausdruck auf Aquarellpapieren eine Zartheit des Bildes hervorruft. Da die Emulsion von Hand aufgetragen wird, entsteht beinahe ein "organisches" Verhältnis zum Bild während seines Entstehungsprozesses bis hin zur Fertigstellung.

Während meiner Betrachtungen früher Photographien beeindruckten mich drei Photographen ganz besonders: Eduard Steichen, Edward Curtis und Alfred Steiglitz. Die von ihnen geschaffenen Portraits wirkten auf mich, als wäre in ihnen eine Seele eingefangen.

Ich brachte mir das Platindruck-Verfahren selbst bei und begann mit den Mittelformat-Negativen, die ich aus den vielen Jahren der Arbeit mit meiner Hasselblad besaß.
Es war wunderbar. Keine Dunkelkammer mehr, keine chemischen Dunstschwaden. Während ich meine Bilder unter freiem Himmel belichtete, fühlte ich mich wie ein Pionier aus den Anfangstagen der Photographie.
Ich fühlte, ich liebte dieses Verfahren - und das Aussehen der Bilder.
Aber die Negative waren klein und ebenso die Drucke.

Ich begann daraufhin, mit vergrößerten Negativen zu arbeiten, stellte aber fest, daß sie nicht die Qualität der echten Großformat-Bilder erreichten. Also begann ich den Aufstieg in der Negativgröße. Dies funktionierte recht gut, da ich über 4"x5", 5"x7" und 8"x10" meine Fertigkeiten des Handauftrags der Emulsion in einer stetigen Lernkurve verbessern konnte. Letztendlich erstand ich eine gebrauchte Wisner 11"x14" Technical Field Camera. Und ich spürte, ich hatte meinen Platz gefunden....

Portraits sind mein Spezialgebiet - großformatige Platin-Portraits. Bilder, geschaffen, um fünfhundert bis tausend Jahre zu überdauern. Weniger als vierzig Menschen weltweit arbeiten auf dem Gebiet der Platin-Portraits. Und so bin ich hier und photographiere die Ureinwohner Amerikas, deren eigene Kultur in ihrem Fortbestand bedroht ist. Und Menschen, deren persönliches Fortbestehen in der Zukunft niemals garantiert ist ( außer vielleicht in einer Photographie ).

Während ich so arbeite, versuche ich, der Öffentlichkeit, die nur wenig über Platinphotographie und Platindruck weiß, diese Verfahren näherzubringen.

Ich hoffe, Sie genießen die Ihnen hier präsentierten Bilder.


Translated to german by "Dirk Specht"
·platin-Photograph· Garys Auerbach 1 (520) 245 - 6730
2730 N. Pantano Rd.
Tucson, Arizona, USA 85715
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